Petra Holtmann-Wibberich                                                                              
LG Oelde/Wadersloh

 

Ralf Ruppert besteht Hitzeschlacht über 103 Kilometer beim Wappenweg-Ultra in Bielefeld

Wadersloh (phw): „100 (km) gehen immer..“ so lautet ein unter Ultraläufern augenzwinkernd genutztes Sprichwort.

Am vergangenen Hitze-Samstag  kam dieser Satz jedoch auch den  hartgesottensten Ausdauerspezialisten im Ziel des Wappenweg-Ultras in Bielefeld nur noch  gequält über die Lippen. Hinter ihnen lag ein stundenlanger Kampf gegen die Hitze, die Strecke, die Anstiege und nicht zuletzt gegen sich selbst.

Ralf Ruppert (LG Oelde/Wadersloh) hatte bereits zum zweiten Mal nach 2015 einen Startplatz für diesen Einladungslauf erhalten und wollte das Rennen als Vorbereitung für seine dritte Teilnahme beim Pfälzer Weinsteig im Oktober nutzen. Mit einer Gesamtlänge von 103 Kilometern, ca. 1.300 Höhenmetern und einer  zu erwartenden Temperatur von 33 Grad sollte eine wahre Herkulesaufgabe vor den Läufer/innen liegen. Der Startschuss hierzu fiel morgens um 6.00 Uhr in Bielefeld.  Die Strecke folgte zu einem großen Teil dem  „Wappenweg“, einem Wanderweg der ca. 89 Kilometer entlang der Bielefelder Stadtgrenze  verläuft. Neben Asphaltabschnitten, Trailpfaden und Wanderwegen wurde dem Teilnehmerfeld an diesem Tag jeglicher Untergrund geboten.

Als erfahrener Ultraläufer war Ruppert sich des Hitzerisikos sehr wohl  bewusst und schraubte seine Erwartungen daher bereits vor dem Start weit zurück „Heute ist Ankommen oberstes Ziel, die Zeit ist völlig nebensächlich“. Bereits kurz nach dem Start kam die Sonne heraus und brannte ich den folgenden Stunden erbarmungslos auf die Läufer nieder. Auch angepasstes Tempo und ständiges Trinken schützten bei diesen Verhältnissen nur bedingt gegen körperliche Erschöpfung und mentale Durchhänger „Irgendwann mochte mein Magen keine Flüssigkeit mehr aufnehmen und die Beine wurden schwer“.  Trotzdem ließ sich der Wadersloher einmal mehr nicht unterkriegen und spielte seine ganze Ultraerfahrung aus. Nach 13:53 Stunden beendete er die Hitzeschlacht und erreichte damit einen mehr als respektablen siebten Platz